Mittwoch, 22. Februar 2017

Strandtauglich / MMM

Guten MeMadeMittwoch-Morgen!

Zu Strandspaziergang am letzten Sonntag konnte ich meine neue Jacke auf Strandtauglichkeit prüfen. 

Genäht habe ich eine Jacke aus der Burda Easy HW/2015, den mir Ina freundlicherweise ausgeliehen hat. Danke, liebe Ina!

Der Schnitt ist für eine gerade lockere Jacke mit Abnähern vom Hals in Richtung Brust. Laut Burda ohne Verschluss und ohne Kragen, mit aufgesetzten Taschen bzw. Taschen in der Seitennaht. 




Ich habe mir den Schnitt ein wenig angepasst.
Schultern verschmälert und Schulterpolster eingefügt
kleiner Stehkragen
5 cm länger
2 cm Taillienkurve
kleiner Abnäher im Ellenbogen um für das Futter Platz zu schaffen
3 cm Übertritt für einen Knopfverschluss
schräge Pattenstaschen statt aufgesetzer Taschen. 
 
Die Nähte habe ich in Kontrastfarbe abgesteppt, weil mir der dunkelblauer Stoff sonst in der Gesamtwirkung zu finster wäre.  

Die Jacke passt wirklich gut....

 ... und hat ganz, ganz wichtig, ein warmes Steppfutter als Innenleben. Die Krageninnenseite ist ebenfalls aus dem beideitig satinierten Steppfutter. 

Das Tuch ist selbstgestrickt, die Mütze ist aus Strickstoff genäht.

Der Oberstoff ist beschichtete Baumwolle von Stoff und Stil, dadurch hält die Jacke Wind und leichten Regen ab. Zudem ist sie durch das Steppfutter richtig schön warm.
Strandtauglichkeits-Prüfung bestanden! 

 Ich mag die Jacke. Sie ist unkompliziert und durch die Steppnähte trotzdem nicht langweilig.

Der Oberstoff liegt seit 2 Jahren im Vorrat, das Steppfutter habe ich neu gekauft. Damit sind wieder 2 Meter aus dem Stoffvorrat abgebaut. Vom Futterstoff ist nichts übrig, ich habe exakt 1,50 m eingekauft und nichts anders. So schlagen zwar die Versandkosten voll auf den einen Stoff durch .... ist aber konform mit der Stoffdiät ;-)



So dann hüpfe ich mal rüber zum MMM. Ich bin gespannt was die anderen Damen heute zeigen.


Die Erste auf dem Laufsteg ist Katharina, vielen Dank für die Organisation.

Montag, 20. Februar 2017

Diesig

Beim Sonntagsspaziergang am Strand zeigte sich die Landschaft diesig. 



Das Schöne am Meer ist jedoch, dass es bei jedem Wetter reizvolle Eindrücke bietet. 



Die Sturmflut vor einigen Woche hat ganz schöne Löcher in die Dünen gebissen....





Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche!


Freitag, 17. Februar 2017

Mit langem Anlauf

Mit erheblichem gedanklichen Anlauf habe ich es endlich geschafft mir zwei Unterkleider zu nähen, die so sind, wie ich es mir gewünscht habe. 

Unterkleider, die frau kaufen kann haben vorzugsweise Spaghetti-Träger einen runden Ausschnitt oder V-Ausschnitt und vor allem ist im Rücken der obere Teil unbedeckt. Brrrr, kalt. Erstmals habe ich für mein Hochzeitskleid ein Unterkleid gesucht. Zeitlich war es zu knapp um eines zu nähen, so dass ich zwei Unterkleider gekauft habe, die beide im Wickelausschnitt hervorblitzten und gleichzeitig die Schulterpartie nicht bedeckten. Ich habe bei dem einen Exemplar dann die Träger aufgetrennt und ein Stück dazwischen gesetzt, damit wenigstens der Ausschnitt frei war. 

Beim nähen meiner Weihnachtskleidung ist mir dann wieder deutlich bewusst geworden, dass Unterkleider gerade im Winter überlebensnotwendig sind. 

Anfang Januar hatte ich endlich einen Schnitt, den ich für mein Wunsch-Unterkleid passend finde und konnte losnähen. Das erste Modell nähte ich aus den beiden Kauf-Unterkleidern, denn der Stoff ist sehr schön fließend und die Farbe neutral. 


Mein Unterkleid hat halblange Ärmel und auch der Rücken ist gut bedeckt, die Schultern/der Nacken bleiben warm.


Damit ich das Unterkleid unter Wickelausschnitte jeder Art tragen kann, braucht auch das Unterkleid einen Wickeleffekt im Oberteil Ich habe den Schnitt eines normalen eng anliegenden Wickekleides genommen und zwei Zentimeter an der Ausschnittkante weggenommen. Wäschegummi ran, fertig. 


Beim zweiten Unterkleid habe ich den Ausschnitt sogar noch freizügiger genäht, das Wäschgummi hält trotzdem alles an Ort und Stelle. Die Ärmel haben bei diesem Modell auch ein Wäschgummi, damit die Ärmel unter dem Kleid nicht hochrutschen. 


Beide Unterkleider passen perfekt unter mein Weihnachtskleid, nichts lugt aus dem Auschnitt und ich kann das Kleid auch ohne Jacke tragen, ohne dass ich friere. 

Die schwierigste Aufgabe beim Nähen eines Unterkleides ist für mich die Wahl des Stoffes. Da ist das Angebot wirklich sehr übersichtlich. Den Stoff für das graue Kleid fand ich bei *arstadt, dort war er als Wirkfutter ausgezeichnet. "In echt" ist es jedoch ein sehr feiner, weicher, sehr elastischer Jersey. 


Vor einigen Wochen verbrachten das Herzblatt und ich ein Wochenende im romantischen Schlosshotel Karzow. Zum festlichen Abendmenü trug ich das Weihnachtskleid mit Unterkleid und war rundrum zufrieden damit. 

Hier einige Impressionen vom Schlosshotel Karzow bei Potsdam. 



In Potsdam selbst besuchten wir auch die russische Kolonie. Die liebevoll restaurierten Häuser sind zauberhaft anzuschauen.


in einem Haus ist ein Restaurant, dessen Speisekarte ich gern mal komplett durchprobieren würde....


... fürs Erste genügte mir Tee aus dem Samowar und eine Portion "Moskauer Nüsse" ein wunderbares Gebäck. 


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 15. Februar 2017

Zweiter Bleistift in blau/ MMM


Man könnte denken ich habe so schrecklich viel zu tun, dass ich selbst beim Fotoshooting Emails per handy lesen muss - nein mit dem Handy kann ich den Fotoapparat steuern und ich war noch beim Testen des verzögerten Auslösung als das Foto gemacht wurde....

In diesem Jahr habe ich schon ziemlich viel genäht, ganz oben auf der Wunschliste standen neue schmale Röcke für mich, weil ich schmaler geworden bin und die Röcke vom letzten Jahr zu groß sind. 

Der schöne Wollstoff in mittelblau mit leichtem Fischgrät-Muster war ein Schatz im Vorrat. Vor Jahren hatte ich daraus schonmal einen schmalen Rock, den es inzwischen aber nicht mehr gibt. 


Genäht ist der Rock nach
Burda 11/2013 Modell Nr. 105


Die geschwungene Naht ist ein schönes Detail, außerdem kommt der Rock ohne Gehschlitz aus, weil in der hinteren Mitte ein kleiner Godet angeschnitten ist. Entgegen der Burda-Anleitung schneide ich nicht im schrägen Fadenlauf zu, sondern schön im graden Fadenlauf. An der Taillie habe ich den Schnitt verschmälert - dann entfällt das wenig schmeichelhafte Einhalten des Stoffes, das Burda vorschlägt.

Ich habe den Schnitt schon mehrfach genäht und auch dieser blaue Rock wird nicht der letzte nach diesem Schnitt sein. 

Der Rock ist superschnell genäht. Heute zuschneiden, morgen im Büro anziehen - das klappt, wenn alle Zutaten und der Futterstoff bereit liegen. 

Blauer Rock mit blauem Rolli aus Merino-Strick....


dazu passt der braue Blazer....


und natürlich auch jeder blaue Blazer in meinem Schrank. 
Wunderbares Bürooutfit - was will frau mehr.... außer noch einen weiteren Rock - ja das will ich unbedingt. Solange noch Stiefelzeit ist, trage ich Röcke einfach am liebsten. 

Dann bin ich mal gespannt, was die anderen Damen heute tragen. Rock, Kleid oder Hose? Die erste auf dem MMM Laufsteg ist heute Lucy, die sich mit einem wundervollen Gesamtoutfit (memade von Kopf bis Fuß) aus dem MMM Team verabschiedet. Liebe Lucy vielen Dank für Deinen Einsatz!

Freitag, 10. Februar 2017

So richtig warm

So richtig warm und kuschlig wird die Patchworkdecke, die ich gerade nähe.

Das Top ist schon fertig.


Genäht ist das Top aus 15x15 cm Quadraten, die ich aus abgelegten Pullovern und Resten von Wollstrickstoff geschnitten habe.  Dem Herzblatt fällt es immer schwer, sich von abgetragenen Kleidungsstücken zu trennen - jetzt habe einige seiner abgeliebten Stücke eine neue Verwendung und stapeln sich nicht mehr in der "vielleicht ziehe ich es doch noch mal an" Ecke.


150 Quadrate habe ich zugeschnitten und musst mich dabei fortwährend der 4-Pfoten-Hilfe unsere kleinen Katze erwehren.
Das Katzenkind findet mein Nähhobby sehr vergnüglich - da lässt sich prima durchtoben....

 .... und erkunden....

 ... und schon mal probekuscheln
 .... aufräumden darf ich dann wieder ...



Die Patches sind alle mit der normalen Nähmaschine zusammengenäht. Die Rückseite wird aus Fleece bestehen. Den musste ich neu kaufen, so ein großes Stück hatte ich nicht mehr im Vorrat.

Aber allein das Top schlägt mit 2,50 m Stoffabbau zu Buche.
Meine Stoffdiät 2017 läuft bisher sehr gut. 
Das Lager ist bereits um gute 15 Meter Stoff geschrumpft.

 Die Decke braucht natürlich noch ein Binding. Allerdings bin ich etwas unschlüssig, welcher Stoff sich bei dieser Decke für das Binding nutzen lässt. Sowohl das Top als auch die Rückseite ist leicht dehnbar, kann ich trotzdem einen Webstoff für das Binding nutzen?
Habt ihr Tipps? Immer her damit!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 8. Februar 2017

Elbphilharmonie im Weihnachtskleid / MMM

Guten MeMadeMittwoch-Morgen!

Am letzten Mittwoch besuchte ich abends gemeinsam mit Monika ein Konzert in der Elbphilharmonie in Hamburg. 

Beste Gelegenheit mein Weihnachtskleid auszuführen!

Im Foyer zum kleinen Saal haben wir die Fotos gemacht und natürlich die Zeit vor dem Konzert genutzt um ausgiebig zu schnattern. Wir fingen einige irritierte Blicke auf... Begriffe wie Pyjamahosen, Schnittmusterbogen, Venezia-Futter, passendes Unterkleid .... tja das sind wohl etwas abseitige Themen im edlen Ambiente der Elbphilharmonie ;-) 


Der kleine Konzertsaal in der Elbphilharmonie ist sehr beeindruckend. Die Wände und Böden sind komplett aus unbehandeltem Holz, es riecht ganz wunderbar, schaut ungewöhnlich aus und fühlt sich gut an.


Die Wandpanele besteht aus lauter Holzwellen, die jeweils noch geriffelt sind....


... ein richtiges Kunstwerk! Wir hatten Plätze in der letzen Reihe, konnten wunderbar auf die Bühne schauen und unsere Ohren vernahmen deutlich und in hellem transparenten Klang jeden Ton aus dem Flügel . Es ist schon magisch, wie die Töne, die ein einziger Musiker dem Flügel entlockt mehr als 570 Menschen zum schweigen bringt, so dass man ganz in die Musik eintauchen kann. 


Ich fühlte mich sehr wohl in meinem Kleid. Und jetzt wo ich auch ein passendes Unterkleid dazu habe (Foto folgt später)  werde ich es öfter tragen. Genäht ist es nach dem Schnitt Vouge V8646, allerdings als Fake-Wickelkleid mit seitlichem RV, statt als richtiges Wickelkleid. 


In jedem Fall wird es noch eine Sommerversion dieses Kleides geben, der Schnitt mit der hochgezogenen Nackenlinie und den kleinen Falten in der Schulternaht gefällt mir außerordentlich gut.


Nun bin ich gespannt, was die anderen Damen heute beim MMM tragen. Die erste auf dem Laufsteg ist Meike, die sich heute aus dem MMM Team verabschiedet. Vielen Dank für Dein Engagement, liebe Meike!

Mittwoch, 1. Februar 2017

Bleistift-Liebe / MMM


Schon lange habe ich mir keinen neuen Bleistift-Rock mehr genäht. 
Dafür seit Jahresbeginn gleich drei Stück. Heute zeige ich meinen herrlich warmen blauen Bleistiftock, den ich letzte Woche genäht habe. 


Der Schnitt ist ein Retro-Schnitt von Burda und mein Standard-Schnitt für Bleistiftröcke mit Gehschlitz.

Nachtrag: Der Schnitt Burda 7248


Der Wollstoff ist wunderbar griffig. Dunkles Blau mit schwarzem Fensterkaro. Aus einem lange gehüteten Stoffrest von diesem Teil  habe ich den Rock gerade so heraus gezirkelt. Beim Innenfutter musste ich stückeln und habe zwei Stoffreste verwertet. Ja die Stoffdiät lässt grüßen. Ich komme gut voran. Mit diesem Rock schrumpft das Lager um 1,60 m, jeweils 80 cm für Rock und Futter.


Der Rock ist von der Hüfte bis zum Saum ca. 12 cm eingestellt. Die Optik mag ich unglaublich gern, die fordert aber auch einen damenhaften Gang. Autofahren muss ich meiden, besser den (Niederflur) Bus nehmen.

Wenn ich schon ein wärmendes und kaum sichtbares Unterkleid hätte, könnte ich heute abend zum Konzert in der Elbphilharmonie den Rock mit meiner weißen Flatter-Wickelbluse tragen. Tja, aber es ist zu kalt. Ich will schließlich gemeinsam mit Monika genussvoll der Musik lauschen und nicht mit den Zähnen klappern. 


Karin Dreikah eröffent auf den MMM heute mit einem Mantekleid - wundervoll und das wäre auch eine schöne Ergänzung für meinen Bleistiftrock. Hier geht es lang zu MMM. Vielen Dank für die Organisation!

Freitag, 27. Januar 2017

Volle Konzentration

Meine kleine Nichte besuchte mich vor kurzem, weil sie ein Lavendelkissen für den Geburtstag ihrer Lehrerin nähen wollte. 

Die Stoffkisten wurden durchgeschaut um eine Auswahl zu treffen, dann noch ein zweiter Stoff für die Blumenapplikation.... schließlich musste noch die Schablone für die Blumenapplikation gezeichnet werden.... bis wir endlich an der Nähmaschine saßen verging einige Zeit. 


Mit voller Konzentration wurde Naht für Naht genäht .... die Lavendelblüten eingefüllt und die Wendeöffnung verschlossen. Weil es so gut lief, nähten wir noch ein Schlüsselband.
Die Scheu vor der Nähmaschine hat die junge Dame in den Sommerferien verloren. Da hatte ich meine Nähmaschine mit ins Ferienhaus gebracht und die Kinder konnten Patchworkkissen nähen. 



Nach gut zwei Stunden war es vollbracht und zwischendrin war auch noch Luft, die kleine Katze zu streicheln, die uns beim Nähen Gesellschaft geleistet hat. 

Zum Schluss durfte ich noch Fotos machen - meine Nichte war im Tanten-Look gekleidet: Kleid und Jacke hatte Tante Kuestensocke im Herbst genäht.


Der bunte Cord war schon immer für die Nichte reserviert, seit 5 Jahren.... die Sweatjacke ist Restverwertung einer Hose. Das Wichtigste an der Jacke ist die Glitzerborte aus silbernen Pailletten.


Weil wir die Stoffkisten schon draußen hatten, durfte sich meine Nichte noch einen Stoff für ein weiteres Kleid aussuchen. Lila Cord mit aufgesticken Blumen ... auch jener Stoff liegt schon Jahre im Lager und kommt jetzt im Zuge der Stoffdiät unter die Nadel. 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!