Mittwoch, 18. Januar 2017

Überraschungserfolg / MMM



Herrlich klares Wetter haben wir hier im Norden im Moment, da wünscht man sich wärmende Kleidung die natürlich trotzdem gut aussehen soll. 

Ich zeige heute meine neue Strickjacke, die ich kurz vor Silvester nähte und die für mich ein echter Überraschungserfolg ist. 

Der Stoff lag 5 Jahre in meinem Vorrat - jetzt hat er seine Bestimmung gefunden. Ein Jaquard-Strickstoff in schwarz-weiß mit Wolle - jedoch kaum elastisch.
Immer wieder habe ich den Stoff in der Hand gehabt und doch kein passendes Projekt gefunden. Nach dem Stoffkauf damals kam mir das Muster zu krass vor und so blieb er immer wieder liegen.

Im Zuge der Stoffdiät kam der Stoff nun unter die Nadel. Ich bin sehr angetan von dem Ergebnis. 


An einer Strickjacke, die zu Hosen getragen wird wünsche ich mir, dass der Nacken gewärmt wird und dass die Länge hüftbedeckend ist.



Karin Dreikah zeigte im Herbst eine Jacke nach dem Mc Calls Schnitt  6996. Der gefiel mir sofort. 

Der Schnitt ist für eine Jacke mit zwei Kragen und zwei Rückenvarianten.



Ich pauste mit Optimismus Größe M ab (im Waernkorb war leider die falsche Größenklasse gelandet) und schnitt alle Teile mit etwas Zugabe zu. Dann heftete ich zusammen und war postiv überrascht, die Jacke passte und gefällt.


Das rückwärtige Schößchen habe ich nochmal abgetrennt und etliches an Weite rausgenommen - bei dem recht steifen Stoff war mir das zuviel Gerüsche. In der gemäßigten Form gefällt mir das Schößchen jetzt richtig gut.



Vom Herzblatt gab es ein überraschendes Kompliment für die Jacke, auch von meiner Schwester. Ja, sie hätte auch was übrig für so eine Jacke - aber bitte ohne Schößchen. Dann probierte sie meine Jacke an und wünscht sich nun ein Modell ebenfalls mit Schößchen.


Zur Jeanshose und mit Rollkragenpulli oder Shirt ist die Jacke ein echter Hit und außerdem schön warm. 
In der Stoffbilanz/Stoffdiät 2016 konnte ich 1,70 m Verbrauch notieren. 




Jetzt freue ich mich erstmal auf die Beiträge der anderen MeMadeMittwoch-Teilnehmerinnen. 
Die erste auf dem Laufsteg ist heute Luise mit wunderbaren Gedanken zum Nahttrenner und einem zauberhaften Rock. Vielen Dank für die Organisation!


Montag, 16. Januar 2017

Stoffdiät 2017 - gemeinsame Aktion

Schön, dass sich einige geoutet haben und genau wie ich in 2017 dem Stoffvorrat zu Leibe rücken wollen. 

Lasst uns die Stoffdiät 2017 gemeinsam angehen. Stoffabbau, Austausch, gegenseitige Motivation und vielleicht der eine oder andere Geheimtipp - das ist das Ziel der Aktion Stoffdiät 2017

Mein Stoff-Berg! Wenn diese Kisten leer sind, ist mein Ziel erreicht.



Alle zwei Monate richte ich ein Linktool ein und ihr könnt Euren aktuellen Stand der Stoffdiät vorstellen, Projekte zeigen oder auch "Problemstoffe" zu denen Ihr Ideen sucht....

Folgende Themen habe ich ins Visier genommen:
Januar: Stoffidät 2017 - meine Ziele und erste Ideen
März: Update Stoffdiät - Was tun mit ungeliebten Stoffen? Wer tauscht mit mir?
Mai: Update Stoffdiät - Schnittmuster/Projekte mit hohem Stoffverbrauch, Tipps und Tricks
Juli: Update Stoffdiät - ich brauche neuen Stoff, sonst dreh ich durch. Stragtegien gegen die Rückfallgefahr!
September: Update Stoffdiät -  Nähpläne für Herbst/Winter, dicke Stoffe vernähen schafft mehr Platz
November: Update Stoffdiät - Geschenke für Weihnachten, prima für Reste.
Januar: Finale Stoffdiät - ich bin runter vom Stoffberg! Meine Bilanz.

Stoffe für Jacken/Mäntel nehmen echt viel Platz weg!


Dann mal los.

Januar: Stoffdiät 2017 - meine Ziele und erste Ideen
Mein Ziel 2017 lautet: 100 Meter Stoffabbau. Begleitet wird das Ziel von der 2:1 Regel. 
Erst wenn zwei Teile/Nähstücke aus Bestandstoff vollendet sind, darf für ein neues Projekt neuer Stoff gekauft werden. Ein Projekt, für das ich noch extra-Futterstoff einkaufen muss, zählt dabei nur als halbes Projekt. Es muss auch etwas wehtun, damit ich für die Zukunft lerne ;-)



Nähpläne 2017
In 2016 habe ich 232 Meter Stoff vernäht, da sind etliche Kleidungsstücke entstanden. Mein Kleiderschrank ist nicht unendlich oder mit einem Ausdehnungszauber versehen ;-)
Trotzdem steht auch in 2017 Kleidung im Mittelpunkt meiner Nähpläne. 
Ich brauche neue Röcke und Hosen und ich möchte mehr Kleider. Seit September habe ich erfolgreich meinen über die letzten drei-vier Jahre zugelegten Wochenend-Speck bekämpft. (Stella ist mein großes Vorbild!) Um die Hüfte habe ich nun  gute 10 cm weniger Umfang, dafür brauche ich neue Hosen und Röcke. Und am besten auch zwei passende Blazer zu den Röcken/Hosen. Meine Schwester wünscht sich ein, zwei Röcke, die sie gut zu Blazern kombinieren kann.

Winter-Wollstoffe obere Reihe, darunter Sommer-Wollstoff


Konkret heißt das für die nächsten 8 Wochen:
2 Hosen für die kühle Jahreszeit
3 Röcke für die kühle Jahreszeit für mich
1 Unterkleid mit Wickeloptik, damit ich meine Kleider wirklich tragen kann
2 Röcke für meine Schwester
1 Kleid aus Cord für meine Nichte
1 Jacke mit Steppfutter

Nähe ich die Jacke aus Wollstoff oder aus roter oder blauer beschichteter Baumwolle? 

Wenn das 8 Wochen-Programm durch ist , schaue ich weiter, worauf ich Lust habe. Im tiefen Winter mag ich keine Bluse nähen oder einen Sommerrock. Ich bleibe erstmal bei der Wintergarderobe. 

Was die Nicht-Bekleidung betrifft, sind die Ziele für das gesamte Jahr schon klarer:
5 Patchworkdecken aus Baumwollstoffen
3 Patchworkdecken aus Wollstoffen.

eigentlich könnte ich gleich losnähen - Zuschnitt für Baumwollpatchworkdecken



Erfahrungen aus meiner Stoffdiät 2016
Ohne Dokumentation geht es nicht. 
Wer die Stoffdiät ehrlich und konsequent betreiben möchte, muss Stoffverbrauch, Stoffzugänge und Stoffgeschenke dokumentieren. Ob die Notizen in Metern oder Gramm erfolgen ist vollkommen egal. Ich denke in Metern und dokumentiere entsprechend.
Ich habe dafür in meinem Blog-Programm einen Post eröffnet, der nicht zur Veröffentlichung bestimmt ist. Die Rubriken sind: 
  • Verbrauch nach Monaten mit Projektangabe
  • Zugänge mit Menge und Stoffqualität
  • zugeschnittene Projekte, die noch nicht vernäht sind

Ich arbeite/lese/blogge an verschiedenen Computern und Orten und von jedem ist mein Entwurfspost gut erreichbar. Dadurch rutscht mir nichts durch und ich habe nicht irgendwo eine Exceldatei schlummern, die ich nicht finde oder vom Tablet aus nicht fortgeschrieben werden kann.

Baumwoll/Leinen/Seidenstoffe - die warten auf das Frühjahr/Sommer 


Klare Regeln helfen.
Meine 2:1 Regel für 2017 soll mir helfen, Zwischenziele zu erreichen. 
In 2016 hatte ich die 10:1 Regel. Auf 10 vernähte Meter, darf ein neuer Meter Stoff gekauft werden. Die Regel war hilfreich, aber auch sehr streng. Ich habe sie nicht immer durchgehalten, trotzdem war es wichtig, diese Regel aufzustellen. 

Keine Gesamtinventur machen, sondern lieber häppchenweise vorgehen. 
Eine Inventur meines Stoffbestandes Anfang letzten Jahres hätte micht frustiert. Hätte ich erkannt, dass ich nahezu 340 m Stoff besitze, hätte mir das die Motivation gekillt. Im Sinne von "340 m, das schafft man nie und nimmer", ... Zweites Argument gegen die Gesamtinventur war der Zeitfaktor. Wenn ich 4 bis 6 Stunden alles durchräume, nachmesse und aufschreibe, kann ich auch gleich einen Rock nähen und habe 1,80 m verbraucht (1m Oberstoff, 0,80 m Futter).

Dekostoffe - teilweise vor mehr als 5 Jahren gekauft oder geschenkt bekommen



Versuchungen meiden.
Wer nicht in den Stoffladen geht, kann auch dort nichts kaufen. Die Damen bei *arstadt haben mich schon angesprochen, warum ich in letzter Zeit so selten komme. Leider, leider muss ich um jeden Stoffladen einen Bogen machen, sonst werde ich schwach. Besuche beim Stoffmarkt habe ich gestrichen. Das muss ich auch in 2017 durchhalten!

Unterwäsche, Badebekleidung - eine ganze Kiste voll Utensilien


Belohnung in Aussicht stellen. 
Wahrscheinlich kennen das Einige von Euch. Wer auf etwas verzichtet, kompensiert es auf der anderen Seite. Ich kaufte in 2015 und 2016 weniger Stoff als die Jahre davor, dafür umso mehr Schnittmuster. Zum Glück nehmen Schnittmuster nicht soviel Platz weg wie Stoffe, aber langfristig macht mich das 12. Schnittmuster für eine Bluse nicht glücklicher als die 11 die ich schon habe. Es kann also helfen, sich selber eine attraktive und sinnvolle Belohnung für das durchhalten auszuloben.
Vielleicht ein Nähworkshop bei Sebastian Hoofs?
Ein Fotokurs, damit Fotos für den Blog noch besser gelingen?
Einige teuere Schnittmuster, die man sich sonst eher verkniffen hat?


Jetzt seid Ihr dran! 
 Januar: Stoffdiät 2017 - meine Ziele und erste Ideen

Was sind Eure Überlegungen zur Stoffdiät? Welche Stoffe wollt ihr unbedingt vernähen? Welche Regeln formuliert Ihr für Euch?
Das Linktool ist 2 Wochen geöffnet. Ich freue mich über jeden Beitrag!


Mittwoch, 11. Januar 2017

Lieblingsstück 2016 / MMM

Es ist eine schöne Tradition beim ersten MMM im Januar das Lieblingsstück des vergangenen Jahres herzuzeigen. 

Im letzten Jahr fiel mir die Wahl sehr leicht., auch für 2016 musste ich nicht allzu lange überlegen. Wie schon in den letzten Jahren helfen mir folgende Fragen bei der Auswahl: 

a)  Ist das Lieblingsstück jenes, das am meisten getragen wurde? 
b) Oder jenes Kleidungsstück, dass beim Nähen am meiste Herausforderung/ Freude bzw. Stolz bereitet hat?

c) Oder jenes, dass die meisten Komplimente brachte? 

  d) Das Kleidungsstück mit dem ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt habe?

Sieger in Kategorie "häufig getragen"  ist mein Amöben-Paisley-Schlafanzug, er ist nahezu ununterbrochen im Einsatz. Im Sommer nur das Oberteil, zu allen anderen Zeiten als Set. Er ist bequem und hübsch und weil ich weit weniger Schlafanzüge als Blusen habe, kommt er oft und gern zum Einsatz. 

Am meisten getragen: Mein Schlafanzug.



Sieger in Kategorie "Herausfoderung" ist der Frühlingsmantel für meine Kollegin. Das Nähen war eine Herausforderung, vor allem im Kopf. Nähen für andere mit konkretem Auftrag ist eine heikle Angelegenheit und wegen der Abstimmung viel aufwändiger als für mich selber. Und so freue ich mich zwar über das gelungene Nähstück, der schwierige Entstehungsprozess ist mir dennoch sehr gegenwärtig.
Die größte Näh-Herausforderung in 2016 war dieser Mantel.



Sieger in den Kategorien "Komplimente" und "Wunsch erfüllt" ist mein Hochzeitskleid.

  Mein Näh-Liebling 2016 - das Hochzeitskleid


Für 2017 werden die Karten ab jetzt wieder neu gemischt. Ein Hochzeitskleid wird es nicht wieder geben, hoffentlich aber viele andere schöne Stücke.

Nun bin ich gespannt für welchen Liebling sich die anderen Damen entschieden haben. Auf dem MMM Blog begrüßt uns heute das gesamte MMM Team, wow! Vielen Dank für die Organisation!

Freitag, 6. Januar 2017

Stoffdiät 2016 - die Bilanz

Zu Beginn von 2016 nähte ich einige Glücksschweinchen zum verschenken (und behalten). Um kleinere Stoffreste aufzubrauchen, ist das eine feine Sache. Allerdings braucht es für so ein Schweinchen nur ca. 30 cm Stoff - damit konnte es also nicht gelingen mein großes Stofflager abzutragen. 

Knuffig sind die kleinen Schweinchen dennoch ohne Frage, sie sind ziemlich weit in der Republik verstreut, wohnen in München, Berlin, Hamburg, an der Nordsee, an der Ostsee oder auf dem platten Land. 

Glücksschweinchen, Kindersachen, Unterwäsche - zusammen 34 Teile.

Meine verordnete Stoffdiät fordert, dass ich in 2016 nur Nähprojekte mit Stoffen aus dem Bestand umsetzen wollte. Nach einigen Monaten änderte ich diese starre Vorgabe in die 10:1 Regel.
Auf 10 Meter vernähten Stoff, darf ein Meter neuer Stoff gekauft werden.


Verbrauch
Januar: 13,10 m
Februar: 18,30 m
März: 16,00 m
April: 23,25 m
Mai: 28,05 m
Juni: 6,60 m
Juli: 14,70 m
August: 35,20 m
September 11,70 m
Oktober 15,05 m
November 25,64 m
Dezember 24,60 m
Summe vernähter Stoffe: 232,64 m

 6 Jacken/Blazer sowie 4 Cardigans - alle mit Material aus dem Vorrat.


Röcke und Hosen fürs Büro standen in 2016 nicht so oft auf dem Nähplan. Ich bin schon ganz gut ausgerüstet und brauchte nur wenig Neues.
Genäht habe ich insgesamt 6 Röcke, 10 Hosen/Schlafhosen


"Kombinationen" aus Rock und Blazer, Hose und Blazer bzw. Hose und Oberteil sind nur wenige fertig geworden. Ein dunkelblauer Blazer mit passender Hose und passendem Rock (links), eine Hose mit Jacke (rechts) und mein Amöben-Paisley-Schlafanzug.


Das Stofflager schrumpfte auch durch Aussortieren sowie Verschenken. 
verschenkter Stoff: 59,50 m
entsorgte Stoffreste 10,00 m

Neu hinzu gekommen sind gekaufte Stoffe und Stoffgeschenke. 
neu gekaufter Stoff 65,29 m
Stoffgeschenke: 4,00 m 
Gesamtsaldo Stoffabbau um 232,85 m 

Die 10:1 Regel für neue Stoffe habe ich nicht durchgehalten. Streng nach dieser Vorgabe hätte ich knapp 24 Meter Stoff kaufen dürfen, tatsächlich wurden es 65 Meter.  Davon habe ich 44 Meter vernäht, 21 Meter sind noch im Bestand.  Erschreckend, zeigen die überzähligen 21 Meter doch, dass auch im Jahr der Stoffdiät die Augen größer sind als das Nähzeit-Budget.

Die meisten Meter Stoff verbrauchten die Patchwork-Projekte. Neun (9!) Sets aus Decke und Kissen habe ich genäht und zusätzlich noch einige extra-Kissen. Nach meinen Aufzeichnungen habe ich dafür 72,50 m Stoff, Fleece usw. aus dem Bestand verwendet. 


In 2016 habe ich mehrere Kleider genäht und auch getragen. Vor allem im Sommer außerhalb des Büros sind Kleider toll, habe ich festgestellt. Und es macht großen Spaß die Schwester oder Freundin mit einem Kleid zu benähen. 


Für die Kleider habe ich überwiegend neuen Stoff gekauft. Den Stoff für das Woll-Weihnachtskleid und das Jerseykleid petrol/braun für meine Schwester war im Bestand. Insgesamt sind 8 Kleider entstanden.


Alle Blusen/Hemden des Jahres 2016 wurden aus dem Bestand genäht, insgesamt 10 Stück.


Für die Hälfte der Shirts kaufte ich neuen Stoff, im Stofflager hatte ich nur Steifen und uni. Entstanden sind 16 Shirts.


Leider kann ich die Frage nach meinem jetzt noch vorhandenen Stoffbestand nicht korrekt beantworten. Ich habe vor der Stoffdiät keine Inventur gemacht (zuviel Frustpotential), so dass ich auch keinen Endbestand per 31.12.2016 vermelden kann.

Das letzte Nähstück des Jahres 2016: ein Resteshirt mit hohem Wasserfallausschnitt. 

Der Abbau von 233 Metern Stoff für insgesamt 102 vollendete/tragbare Nähstücke hat gut sichtbare Lücken in Schränke, Kisten und Regale gebracht. Es tut wirklich richtig gut, dass die Stoffe nicht mehr so eng gequetscht sind sondern nun gut in die vorhandenen Fächer verstaut werden können. Der Anteil der "ungeliebten" Stoffe und Fehlkäufe hat sich gewaltig reduziert. Meinen Wohlfühlbestand schätze ich mit 50 Metern Stoff ein, das sind ca. 25 Projekte. Ich denke um dahin zu kommen, muss ich das Lager um weitere 80 Meter abbauen. 

Näherlebnisse in 2016
Das vergangene Jahr bescherte mir mehrere wunderbare Näherlebnisse.
Zweimal nähte ich gemeinsam mit meiner Freundin aus München, einen wunderbaren Nähtag verbrachte ich mit Kunzfrau Kreativ. Bei Sewing by the Sea lernte ich über 30 interessante Nähbegeisterte kenne. Mit Dreikah und AllerleiSocken ergaben sich tolle Patchwork-Kooperationen. Ein wunderbaren Abend verbrachte ich mit Epilele in Hamburg und im November konnte ich Einzelunterricht beim Maßschneider Sebastian Hoofs genießen.


Der Plan für 2017
Meine Stoffdiät geht weiter! Die Verhaltensregel für 2017 lautet: 2:1. Sobald zwei Projekte mit Bestandsstoff realisiert sind, darf für ein Projekt neuer Stoff gekauft werden.
Es wird weitere Patchworkdecken geben, für drei Exemplare ist der Stoff schon zugeschnitten, für weitere drei Decken ist Material vorhanden. 

Und bei Euch? 
Ich kann mir vorstellen, dass ich mit meinem großen Stoffbestand nicht allein bin. 
Vielleicht möchten sich einige anschließen und wir führen die 
Stoffdiät 2017 als gemeinsame Aktion durch! 


Sonntag, 1. Januar 2017

Silvesterkleid

Prosit Neujahr!

Ich wünsche Euch und uns allen ein gutes neues Jahr!
Gesundheit, Frieden,  Freude, viel Zeit für unsere Familien und unsere Hobbies, Erfolg und natürlich immer genug Ideen für neue Projekte aus Wolle oder Stoff.


Am Silvestertag besuchte mich meine große Nichte, samt Nähmaschine. Wir wollten bis zum frühen Abend ein Kleid nähen - so hatten wir es Weihnachten abgemacht.

Kurz nach 10 Uhr lag der Stoff ausgebreitet auf dem Boden und es wurde zugeschnitten. Den Schnitt für das Kleid Wendy aus der Ottobre 6/2016 in Größe 170 hatte ich schon abgepaust. 




Wir wählten einen stahlblauen Wollmischstoff  aus meinem Stofflager sowie einen neuen rosafarbenen Baumwolljersey für das Kleid.

Die sieben Bahnen wurden mit der Overlock versäubert und anschließend konnte meine Nichte alle Teile mit großen Stichen zusammenheften und sich das erste Mal im neuen Kleid vor dem Spiegel drehen.

Im Rücken steckten wir alles etwas enger, insgesamt 8 cm Weite haben wir rausgenommen. Anschließend konnten die Nähte "richtig" genäht werden.


Das Raustrennen der Heftfäden war keine beliebte Tätigkeit, erst recht wenn die kleine Katze unmittelbar neben der Nähmaschine schläft und zum schmusen einlädt.



Die Verbindung von Rockteil und Passen, Ärmel einsetzten und Halsausschnitt versäubern - das habe ich übernommen. 

Gegenüber dem Original haben wir die Ärmel kräftig gekürzt und auf den Reißverschluss verzichtet und den Saum um 3,5 cm verlängert.

Nach dem lästigen Ausbügeln der Nähte noch fix das Rockteil und die Ärmel säumen ....


um 17:10 war das Kleid fertig und mein Bruder stand in der Tür um meine Nichte abzuholen und zur Silvesterfeier aufzubrechen. 

Es blieb noch Zeit für Fotos - echt prima wenn man sich bei der Tante Pumps ausborgen kann ;-)




Vor gut einem Jahr habe ich meiner großen Nichte meine alte Pfaff-Maschine Hobby 317 geschenkt. Das Nähen macht ihr Freude und sie kommt inzwischen richtig gut mit der Maschine zurecht. Faden einfädeln, Stiche auswählen, nähen - das alles läuft wirklich klasse. Gemeinsam haben wir ein neues Nachthemd genäht, eine Shirt-Rock-Kombination, das Ferienkissen und jetzt das Silvesterkleid. Eine erstaunliche Bilanz, vor allem wenn man bedenkt, dass eine 12 jährige zwangsläufig auch viele andere Interessen hat.




Also meine Große: Auch Dir ein glückliches Neues Jahr! Bleib wie Du bist und ich hoffe, wir werden auch in 2017 viel Nähzeit miteinander verbringen!

Ich nähte vor dem Silvester-Menü noch rasch ein letzes Shirt für 2016 fertig. Das zeige ich Euch bald, zusammen mit der Bilanz der Stoffdiät.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Doppel in Blau

Das Nähen von Patchworkdecken war im gesamten Jahr ein recht großer Posten in meiner Nähbilanz.

Zum Jahresende sind nochmals zwei Sets aus Decke und Kissen fertig geworden - alles in Blau-Tönen.


Set Nr. 1 ist im Windmühlenmuster genäht. Dafür wurden die Stoffquadrate in 30x30 cm geschnitten, jeweils zwei an den Außenkanten zusammengenäht und dann diagonal aufgeschnitten.

Bei dieser Methode braucht man von den jeweiligen Farben ausreichend Stoff, damit sich ein harmonisches Bild ergibt.


Die Decke ist 1,40 cm breit und 2,10 m lang. 

Dünne Fleecedecken bilden das Batting, für die Rückseite wurden alte Kopfkissenbezüge und Bettbezüge verwendet. 


Die letzte Naht des Binding ist per Hand angenäht. 


Ein kleines Kissen gibt es auch zur Decke. 


Die zweite Decke besteht aus 15 x 15 cm Quadraten, einige dieser Quadrate wiederum sind aus 4 kleinen Quadraten von ursprünglich 8 x 8 cm zusammengesetzt. 


Reststoffe, alte Tischdecken mit Kreuzstich, ungeliebte Stoffe, ausgemusterte Herrenhemden, Reste von geliebten Stoffschätzen  - vielerlei Gewebe kamen hier zum Einsatz. 

 Das Sandwich aus Top, Batting und Rückseite hefte ich mit großen Stichen per Hand zusammen.

Die Decke ist recht groß geworden: 1,60 m breit 2,40 m lang. 

Das Binding aus hellbraunem Stoff habe ich diesmal komplett mit der Maschine angenäht. 


Für die Rückseite kamen zwei alte Kopfkissenbezüge und ein großes Stück hellbauer Vichykaro zum Einsatz. 


Die große Decke hat echte Kuschel- und Tobequalitäten - alles ausgetestet! 


Beide Decken und Kissen haben sich auf den Weg nach München zu meiner Freundin und ihrem Partner gemacht. Der nächste Sommer kommt bestimmt, dann werden sich diese leichten Schlafdecken bestens bewähren. 


Patchworkdecken und Kissen sind echte Stoff-Fresser. Für beide Sets habe ich knapp 18 Meter Stoff /Fleece aus dem Lager verbraucht.

Die große Bilanz meiner Stoffdiät 2016 ziehe ich noch, immerhin habe ich die Hoffnung bis Neujahr noch etwas Zeit zum Nähen finde (die Steuererklärung ist fertig!)   - ein Kleid für meine Schwester ist schon hast fertig.... und dann sind da noch zwei zugeschnittene Shirts...

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Weihnachtskleid 2016 - Finale

Noch zwei Tage bis Heilig Abend .... und vor der Bescherung mit Geschenken und geputzem Tannenabaum gibt es heute das große Finale der Weihnachtskleider 2016!

Dodo und Yvonet haben uns prächtig durch den Sew Along begleitet - vielen lieben Dank Euch beiden dafür und dem gesamten MMM Team, das in die Planung und Durchführung eingebunden ist. Ihr seid klasse!

Unsere Weihnachtskleider haben alle tolle Fotos verdient - allerdings gibt es hier im Norden dafür denkbar schlechte Bedingungen. Sonnenaufgang 8:30 Uhr, Sonnenuntergang 15:51 Uhr und dazwischen grauer Himmel mit Nieselregen.

Ich habe gerade eine kleine Fotorunde hinter mir - im heimischen Büro mit grell-hellem Licht aus 8 Leuchtstoffröhren - das gibt nicht den besten Teint, aber Hauptsache das Kleid ist gut zu sehen!

Los gehts, hier sind die Fotos!

Wickelbluse aus weißem Chiffon, gedoppelt mit weißem Batist und
langer Rock aus dunkelblauem Satin.


Die Bluse ist trotz der Stoffdopplung durchscheinend - ein perfektes 
und wäremdendes Untendrunter fehlt mir noch. 



Der Polyestersatin ist ein flatterdünnes Material und überzeugt mich nicht, vielleicht sehe ich das in der warmen Jahreszeit anders, für Weihnachten bleibt der empfindliche Rock jedenfalls im Schrank...


.... denn ich kann auf meinen anderen langen blauen Rock aus Viskosegarbadine zurückgreifen. Der ist wärmer und durch den Satinstreifen am Saum auch festlich. 



Ziemlich stolz bin ich auf mein Wollkleid in Wickeloptik. Es ist so schön geworden wie erhofft und frau muss auch nicht frieren. 


Wenn ich ganz still stehe und alles zurechtrücke verlaufen die Karos auf den Wickelteilen tatsächlich in einer Linie, nach kurzer Bewegung schaut es dann so aus...


Im Rücken passt das Kleid gut, ich musste etwas kürzen und enger machen weil der Schnitt an sich recht blusenartig ausfällt.


Der Rock schwingt herrlich was vor allem an dem Futter liegt. Das ist recht steif und außerdem weiß. Tja frau muss kurzfristig improvisieren wenn sie den Koffer mit dem farblich passenden Futterstoff im Intercity stehen lässt und zunächst ungewiss ist, wann man den Koffer wieder bekommt. Ewig kann man schließlich den Stoffzuschnitt nicht aufschieben. 

Der Koffer ist wieder da (die Damen und Herren der Deutschen Bahn haben sich sehr freundlich für mich ins Zeug gelegt!) und der Rock hat nun ein Futter, dass dem Rock einen schönen Stand und Fall beschert. 


Und hier kommt das Bonuskleid. Ich nähte es weil ich darauf mehr Lust hatte als auf die zweifach angemahnte Steuererklärung. Die soll eigentlich morgen beim Finanzamt sein, tja ich denke es wird der 28.12. - vorher schaffe ich es nicht. Frau muss Prioritäten setzen.


Ein schlichtes dunkelblaues Viskosejerseykleid in Wickeloptik als Partner für die Probebluse aus pinkem Chiffon und Batist. 
Was da links unten auf dem Bild zu sehen ist ? Kein Hausschuh sondern sondern unsere neue Hausgenossin...


Nur Unsinn hat das kleine Ungeheuer im Kopf - kletterte das Fotostativ hoch und brachte fast die gesamten Versuchsanordnung zu Fall. Und vom Wollkleid hat sie sich gleich die Ansteckblume geklaut. 

Wir werden fröhliche Weihnachten haben, soviel ist sicher ;-)

Schöne Feiertage mit Zeit zum Entspannen, Genießen, Lachen und Freuen wünsche ich Euch! 
Lasst es Euch gut gehen!

Und wann immer ich heute zwischen der Katzenbespaßung Zeit habe, werde ich mir den Reigen der Weihnachtskleider auf dem MMM Blog anschauen.